Der vorerst letzte Teil unserer Reihe „Demo 1*1“ ist abgeschlossen: Am 25. Mai haben wir uns gemeinsam auf den anstehenden Naziaufmarsch – den sogenannten „Tag der Deutschen Zukunft“ 222827295_44938_10483648768286065272vorbereitet. Schließlich wollen wir den Nazis auch am 4. Juni entschlossen, organisiert und erfolgreich den Weg versperren. Du möchtest dabei sein? Dann komm am besten auf unseren letzten Gruppenabend vor dem TdDZ, der ausnahmsweise am DIENSTAG um 18:00 Uhr stattfinden wird. Melde dich am besten vorher auch bei unserer Mailadresse: kontakt@witten.sdaj-netz.de

Neben organisatorischen Absprachen haben wir mit den rund 20 Teilnehmer*innen aber auch praktisch gearbeitet. Auf so einer Demo kann ja viel passieren – auch wenn man sich gemäß den Tips verhält, die unser Referent bei den ersten beiden Veranstaltungen vorgestellt hat. Deshalb wollen wir auch darauf vorbereitet sein, mit kleineren Verletzungen umgehen zu müssen: Schürfwunden, Pfefferspray oder „nur“ ein Hitzschlag – mit ein bisschen Übung lässt sich damit auch ohne Medizinstudium gut umgehen. In verschiedenen kleinen Übungen haben wir den Umgang mit solchen Blessuren deshalb gemeinsam geübt.

Am 04.06. wollen Nazis aus ganz Deutschland in Dortmund den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ begehen. Nach ihrer Vorstellung heißt deutsche Zukunft Unterdrückung,
Demo 1-1 MemesDiskriminierung und Demokratieabbau.

Wenn es nach uns geht, muss es eine Zukunft ohne Nazis geben. Deshalb wollen wir uns am 04.06. gemeinsam entschlossen unter dem Motto „NoTDDZ“ den Nazis in den Weg stellen und damit verhindern, dass sie ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten können. Auf so einen Tag muss man sich gut vorbereiten, deshalb kommt zu unserer Veranstaltung!

Im Anschluss daran wollen wir für alle Interessierten den dritten Teil unserer Reihe „Demo 1*1“ durchführen und lernen, wie man mit einfachen Tricks Erste Hilfe auf Demos leisten kann. Wie helfe ich jemandem, der Pfefferspray abbekommen hat? Was mache ich bei Sonnenstich und Kreislaufproblemen? Wie kann ich Verletzungen einfach versorgen? All das wollen wir uns in kleinen praktischen Übungen beibringen lassen.

Für Snacks ist gesorgt, die Getränke gibt´s im Trotz wie immer zu fairen Preisen. Eintritt frei!

Antifakt2Der 8. Mai ist seit 1945 ein ganz besonderer Tag – er markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und des Faschismus in Deutschland. Zum ersten Mal seit Jahren gab es nun auch in Witten wieder eine Aktion, um diesem historischen Datum zu gedenken. Gemeinsam mit dem Wittener Friedensforum, der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstverweigerer) Witten-Hagen und der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Nazisregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) Ennepe-Ruhr organisierten wir einen Rundgang zu verschiedenen Stolpersteinen in Witten, um denjenigen zu Gedenken, für die jede Rettung zu spät kam. Wir dokumentieren an dieser Stelle die Rede der SDAJ auf der Endkundgebung am Berliner Platz: Weiterlesen »

Antifakt2Am 1. Mai – dem Kampftag der Arbeiterbewegung – haben wir uns auch in diesem Jahr wieder mit einem Infostand an der Kundgebung am Rathausplatz beteiligt. Neben Stickern und reichlich Infomaterial gab es dort eine Ratespiel mit falsch zugeordneten Zitaten und ein antifaschistisches Dosenwerfen mit den Gesichtern lokaler, regionaler und bundesweit bekannter Nazis. Weiterlesen »

Am Freitag, dem 29. Januar fand eine Demonstration gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Witten statt. Hintergrund war die kürzlich gegründete Wittener Bürgerwehr und ein Brandanschlag auf eine örtliche Geflüchtetenunterkunft.. Selbstverständlich waren auch wir, die SDAJ Witten, so wie viele weitere politische Organisationen aus Witten und der näheren Umgebung, an der Demonstration beteiligt.

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Die Demonstration war ein voller Erfolg – das können auch seltsame Presseerklärungen über „Linksextremisten“ seitens der Jungen Union nicht vermiesen! Es konnte eine breite Masse von 1000 Menschen (Polizeiangabe) mobilisiert werden um zu beweisen, dass  Witten tatsächlich eine Stadt ist, die keinen Platz für Rassismus hat! Die Solidaritätsbekundungen mit den Flüchtlingen schalten durch die gesamte Innenstadt. Die Stimmung war sowohl auf dem Demonstrationszug, als auch auf der Abschlusskundgebung im Rahmen dessen, was ein erneuter feiger Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft zulässt, gut. Und auch über die Grenzen dieser Demo hinaus gilt: „Say it loud, say it clear – Refugees are welcome here!“

Demo 1×1 Part 1

Der Polizei stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung, um uns auf Demos und Aktionen von unseren Zielen abzuhalten. Doch mit dem richtigen Handwerkszeug sind wir keinesfalls machtlos. In einem Vortrag über Repression und Gegenstrategien wollen wir aufzeigen, wie man sich und andere schützt, auf Platzverweis und Pfefferspray reagiert und trotzdem bei Laune bleibt. Was gehört alles in dem Demo-Rucksack? Wie verhalte ich mich richtig im Polizeigewahrsam? Was ist ein Ermittlungsausschuss? Auf diese und weitere Fragen wird unser Vortrag Antwort geben.

Antirep

3. Februar, 18:00 Uhr im Trotz Allem – Eintritt frei!

Am letzten Samstag (07.11.15) tourte die NPD mit mehreren Kundgebung und gewohnt stumpfsinniger Hetze IMG_17552 gegen Flüchtlinge durch NRW um vor „der drohenden Überfremdung, Verarmung und Kriminalisierung des geliebten Heimatlandes durch die nahende Asylflut“ zu „warnen“.

In Witten stand die Stimme des besorgten Volkes, von deren Website einem Sprüche wie „das Boot ist voll“ entgegen blinken, dann allerdings mit recht überschaubarem Aufgebot von 9 Leuten (sympathisierende Demonstranten miteinbegriffen) einer aufgebrachten Menschenmenge von ca. 300 AntifaschistInnen gegenüber.

Auch wir mobilisierten mit Transpi, Fahnen und empörten jungen Menschen zum Widerstand gegen die Rechten.IMG_1756

Die Aktion kann schon insofern als Erfolg angesehen werden, als dass von der Warn-und Hetzrede der Nationalen Partei Deutschlands kein Wort zu verstehen war und sich eines seiner Mitglieder regelrecht hinter ihrem Plakat versteckte.

Witten hat mit dieser Aktion wieder einmal ein klares Zeichen gesetzt:

Kein Platz und kein Gehör für Nazis: Refugees welcome!

12080184_461088834063815_4386988107938931127_oAm 11. Oktober hat die rechtspopulistische Partei und selbst ernannte „Bürgerbewegung“ Pro NRW nach ihrem kläglichen Auftritt in Witten im Mai 2014 erneut versucht, im Ennepe-Ruhr-Kreis Fuß zu fassen. Mit kaum 50 Teilnehmer*innen, die zudem überwiegend aus Wuppertal und Düsseldorf anreisten, fiel ihre Demonstration gegen den geplanten Moscheebau in Schwelm aber erneut ausgesprochen armselig aus. Ganz anders die Gegenseite: An der Kundgebung des neuen Bündnis „Ennepe-Ruhr stellt sich quer“ nahmen über 250 Menschen aus den verschiedenen Kreisstädten teil. Auch die SDAJ Witten war dabei und hat einen Redebeitrag beigesteuert, den wir im folgenden dokumentieren:

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Sehr geehrter Herr Dr. Arnim Brux,

mit großem Erschrecken und Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass sie als Landrat des Ennepe-Ruhr Kreises und damit auch der Stadt Witten zu den Unterzeichnern des Brandbriefes an die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, gehören. Es erschüttert uns, mit welcher Gleichgültigkeit und Kälte Sie die Lage der Geflüchteten betrachten. Diese Menschen fliehen vor unerträglichen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen, vor politischer Verfolgung und Unterdrückung, vor Folter und Tod. Diese Menschen bringen unter Aufwendung all ihrer Habe und der Gefährdung ihres Lebens den beschwerlichen Weg ins vermeintlich sichere Europa hinter sich. Und Sie haben keine bessere Antwort darauf, als zu fordern, diese Menschen, deren Not durch den Deutschen Staat mitverantwortet wird, möglichst schnell und ohne jegliche Rücksicht auf Einzelfälle oder familiäre Verhältnisse wieder abschieben zu können? Weiterlesen »

Der erste Mai ist der Kampftag der Arbeiterklasse – daher haben wir uns auch in Witten an der traditionellen Veranstaltung auf dem Rathausplatz mit einem Infostand beteiligt und unter anderem unsere Kleinzeitung zur Ausbildungssituation in Witten verteilt.

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Der erste Mai wird aber auch schon seit langer Zeit immer wieder von faschistischen Kräften missbraucht. Dieses Jahr hatten die Nazis einen Aufmarsch in Essen angemeldet. Aber: Der erste Mai ist unser Tag und wir lassen ihn uns sicher nicht von den Knechten der Herrschenden und ihrer sozialen Demagogie nehmen. Auch aus Witten sind deshalb Genoss*innen nach Essen gefahren, um sich an den Blockadeaktionen zu beteiligen. Weiterlesen »